Scalable Capital startete 2014 in München als digitaler Vermögensverwalter und ist heute einer der größten Neobroker Europas. Seit September 2025 verfügt das Unternehmen über eine eigene EZB-Vollbanklizenz und untersteht der Aufsicht von BaFin und Deutscher Bundesbank. Über 8.000 Aktien, 2.700 ETFs, 625.000 Derivate und mehr als 3.100 Fonds machen das Depot zu einem der breitesten Angebote im Markt.
Beim Thema Krypto geht Scalable Capital allerdings einen fundamental anderen Weg als alle übrigen Anbieter in diesem Vergleich — und das müssen Sie verstehen, bevor Sie sich entscheiden.
Kauft man bei Scalable Capital echte Bitcoin?
Nein. Scalable Capital bietet ausschließlich Krypto-ETPs an, keine echten Coins. Sie erwerben ein börsengehandeltes Wertpapier, das den Kurs einer Kryptowährung abbildet und meist physisch mit Coins hinterlegt ist — aber Sie werden nicht Eigentümer der Kryptowährung selbst. Das hat erhebliche steuerliche Folgen: Statt der Steuerfreiheit nach zwölf Monaten gemäß § 23 EStG gilt dauerhaft die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Diese Unterscheidung ist der wichtigste Punkt der gesamten Seite. Rechenbeispiel: Sie investieren 10.000 Euro, der Wert verdreifacht sich über vier Jahre auf 30.000 Euro. Bei echten Coins nach Ablauf der Haltefrist zahlen Sie 0 Euro Steuer auf die 20.000 Euro Gewinn. Beim ETP fallen rund 5.275 Euro Abgeltungsteuer inklusive Soli an — mehr als die Hälfte Ihres ursprünglichen Einsatzes.
Der Gegenwert dieses Nachteils ist real, aber kleiner: Scalable Capital führt die Steuer automatisch ab. Sie müssen nichts erklären, nichts dokumentieren und nichts in der Anlage SO angeben. Verluste landen im Verlusttopf und werden mit anderen Kapitalerträgen verrechnet. Für Anleger, die ihre Steuererklärung möglichst schlank halten wollen, ist das ein Argument. Die vollständige Gegenüberstellung finden Sie unter Krypto-ETP oder echte Coins.
Was kostet der Krypto-Handel bei Scalable Capital?
Im FREE Broker kostet jede Krypto-ETP-Order 0,99 Euro zuzüglich eines Spreads von rund 0,99 Prozent. Bei einer 1.000-Euro-Order ergeben sich damit rund 9,90 Euro Gesamtkosten. Mit dem Abo PRIME+ für 4,99 Euro monatlich entfällt die Ordergebühr ab 250 Euro Ordervolumen, und der Spread sinkt auf 0,69 Prozent. Zusätzlich fällt bei jedem ETP eine laufende Gesamtkostenquote (TER) von typischerweise 0,25 bis 1,49 Prozent pro Jahr an.
Die TER ist der Posten, der in Kostenvergleichen regelmäßig untergeht. Sie wird nicht abgebucht, sondern täglich anteilig aus dem Fondsvermögen entnommen — Sie sehen sie also nie auf einer Abrechnung. Über zehn Jahre summieren sich 0,50 Prozent TER auf einem 10.000-Euro-Bestand aber auf rund 500 Euro, bei steigenden Kursen entsprechend mehr.
| Position | FREE Broker | PRIME+ (4,99 €/Monat) |
|---|---|---|
| Depotführung | 0,00 € | im Abo enthalten |
| Ordergebühr Krypto-ETP | 0,99 € | 0,00 € ab 250 € |
| Spread | ≈ 0,99 % | ≈ 0,69 % |
| Kosten je 1.000 € Order | ≈ 9,90 € | ≈ 6,90 € |
| Laufende Produktkosten (TER) | 0,25 – 1,49 % p. a. | 0,25 – 1,49 % p. a. |
| Krypto-Sparplan | ab 1,00 € | ab 1,00 € |
| Abo-Kosten pro Jahr | 0,00 € | 59,88 € |
| Handelbare Krypto-ETPs | über 30 | über 30 |
Ob sich PRIME+ lohnt, ist eine reine Rechenaufgabe. Bei einem reinen 100-Euro-Bitcoin-Sparplan kostet die Ausführung im FREE Broker über zwölf Monate rund 13,20 Euro. Mit PRIME+ sinken die Ausführungskosten auf etwa 8,28 Euro — das Abo kostet aber 59,88 Euro. Für Sparplananleger rechnet sich PRIME+ also nicht. Für aktive Trader mit mehreren Orders pro Monat sehr wohl.
Wie viele Kryptowährungen bietet Scalable Capital?
Scalable Capital bietet über 30 Krypto-ETPs an, die Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Solana, XRP, Cardano und Polkadot abbilden. Die Zahl der abgedeckten Kryptowährungen liegt damit deutlich unter dem, was Anbieter mit echten Coins bieten — justTRADE kommt auf über 65, Bitpanda auf mehr als 650.
Der Unterschied ist strukturell bedingt: Für jedes ETP muss ein Emittent ein eigenes Wertpapier auflegen, es an einer Börse listen und laufend besichern. Für kleine Altcoins lohnt sich das schlicht nicht. Wer breit in Nischenprojekte investieren will, ist über den ETP-Weg grundsätzlich falsch unterwegs.
Kann man bei Scalable Capital Krypto staken?
Nicht direkt. Manche Krypto-ETPs enthalten eine Staking-Komponente, bei der die Erträge im Produkt thesauriert oder ausgeschüttet werden. Sie selbst haben aber keinen Zugriff auf die Staking-Funktion, keine Wahl des Validators und keine Kontrolle über Sperrfristen. Wer aktiv staken möchte, findet das bei justTRADE, Bitpanda oder eToro.
Wie sicher ist Scalable Capital?
Scalable Capital ist eine deutsche Vollbank mit EZB-Lizenz seit September 2025, beaufsichtigt von BaFin und Deutscher Bundesbank. Die Wertpapierverwahrung läuft über die Baader Bank; Euro-Guthaben sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt. Krypto-ETPs sind Wertpapiere und werden im Depot als Sondervermögen behandelt — sie fallen bei einer Insolvenz des Brokers nicht in die Insolvenzmasse.
Regulatorisch ist Scalable Capital damit sogar besser aufgestellt als die reinen Krypto-Anbieter: Ein ETP im Wertpapierdepot genießt den vollen Schutz des Wertpapierrechts, während Kryptowerte rechtlich keine Einlagen sind. Wer Sicherheit vor Steueroptimierung stellt, findet hier ein belastbares Argument.
Beim PFOF-Verbot hat Scalable Capital früh vorgesorgt: Bereits im Dezember 2024 startete die eigene Börse EIX gemeinsam mit der Börse Hannover, auf der Scalable als Market Maker auftritt und über den Spread verdient. Der Übergang zum 1. Juli 2026 verlief dadurch ohne Anpassung der Konditionen.
ETP oder echte Coins — der Unterschied kostet Tausende
Wenn Steuerfreiheit nach einem Jahr für Sie zählt, brauchen Sie einen Anbieter mit echten Coins. Der Rechner zeigt, welche das sind.
Für wen lohnt sich Scalable Capital?
Dafür spricht
- Automatische Steuerabführung — keine Anlage SO nötig
- Verluste werden im Verlusttopf mit anderen Kapitalerträgen verrechnet
- Deutsche Vollbank mit EZB-Lizenz, BaFin und Bundesbank
- Krypto-Sparplan ab 1 Euro, wöchentlich bis quartalsweise
- Über 8.000 Aktien, 2.700 ETFs und 30+ Krypto-ETPs in einem Depot
- Eigene Börse EIX — PFOF-Verbot ohne Konditionsänderung überstanden
- ETPs sind Wertpapiere und genießen vollen Depotschutz
- Tagesgeldkonto seit März 2026 als separates Produkt
Dagegen spricht
- Keine echten Coins — keine Steuerfreiheit nach zwölf Monaten
- Dauerhaft 25 % Abgeltungsteuer plus Soli auf Gewinne
- Zusätzliche laufende Produktkosten (TER) von 0,25 bis 1,49 % p. a.
- Nur gut 30 abgebildete Kryptowährungen
- Kein aktives Staking, keine Wallet-Auszahlung
- PRIME+ lohnt sich für reine Sparplananleger nicht
- Krypto-Handel an Börsenzeiten gebunden, nicht echtes 24/7
Scalable Capital passt, wenn Krypto für Sie eine kleine Beimischung in einem Wertpapierdepot ist, Sie den Aufwand einer eigenen Krypto-Steuererklärung vermeiden wollen und die Steuerfreiheit nach zwölf Monaten für Sie ohnehin unrealistisch ist — etwa weil Sie regelmäßig umschichten.
Scalable Capital passt nicht, wenn Sie langfristig Bitcoin halten und den größten Steuervorteil des deutschen Rechts nutzen wollen. In diesem Fall kostet Sie die ETP-Konstruktion bei jedem größeren Gewinn ein Viertel davon.
Fazit zu Scalable Capital und Krypto
Scalable Capital ist ein exzellenter Wertpapierbroker — und beim Thema Krypto der Anbieter mit dem größten strukturellen Nachteil in diesem Vergleich. Nicht wegen der Gebühren, die im Mittelfeld liegen, sondern wegen der Produktkonstruktion. Wer 20.000 Euro Kursgewinn erzielt, zahlt beim ETP rund 5.275 Euro Steuer, die bei echten Coins nach zwölf Monaten schlicht nicht anfallen würden.
Unser Urteil: eine gute Wahl für Anleger, die Bequemlichkeit und automatische Steuerabführung über alles stellen. Für alle anderen ist ein Anbieter mit echten Coins die deutlich bessere Lösung — etwa justTRADE oder finanzen.net ZERO.
Wie funktionieren Krypto-ETPs technisch?
Ein Krypto-ETP ist rechtlich eine Schuldverschreibung, die von einem Emittenten begeben und an einer Börse gehandelt wird. In aller Regel ist sie physisch besichert: Der Emittent hinterlegt für jede ausgegebene Einheit die entsprechende Menge der abgebildeten Kryptowährung bei einem Verwahrer. Sie halten also nicht den Coin, sondern einen verbrieften Anspruch darauf.
Daraus ergeben sich drei praktische Konsequenzen:
- Emittentenrisiko. Bei physisch besicherten Produkten ist es durch die Hinterlegung stark reduziert, aber nicht null — die Konstruktion des jeweiligen Produkts entscheidet.
- Börsenzeiten. ETPs sind nur handelbar, wenn die Börse geöffnet ist. Der Kryptomarkt läuft dagegen rund um die Uhr. Bei starken Bewegungen am Wochenende können Sie nicht reagieren, und montags eröffnet das Produkt mit einer Lücke.
- Laufende Kosten. Die Gesamtkostenquote wird täglich anteilig aus dem Produktvermögen entnommen. Sie sehen sie nie auf einer Abrechnung, sie wirkt aber jedes Jahr.
Was kostet die TER wirklich?
| TER | Kosten Jahr 1 | Kosten über 5 Jahre | Kosten über 10 Jahre |
|---|---|---|---|
| 0,25 % | 50 € | ≈ 250 € | ≈ 500 € |
| 0,50 % | 100 € | ≈ 500 € | ≈ 1.000 € |
| 0,95 % | 190 € | ≈ 950 € | ≈ 1.900 € |
| 1,49 % | 298 € | ≈ 1.490 € | ≈ 2.980 € |
Die Rechnung ist vereinfacht — bei steigenden Kursen fällt die absolute Belastung höher aus, weil sie auf das jeweils aktuelle Vermögen berechnet wird. Entscheidend ist die Größenordnung: Ein ETP mit 1,49 Prozent TER kostet Sie über zehn Jahre fast 3.000 Euro auf einen 20.000-Euro-Bestand, zusätzlich zur Abgeltungsteuer.
Bei echten Coins fallen weder TER noch laufende Verwahrentgelte an — bei keinem der sieben Anbieter mit echten Kryptowährungen. Der Kostenvergleich fällt damit noch deutlicher aus, als die reinen Ordergebühren nahelegen.
Wann lohnt sich das PRIME+ Abo?
| Nutzungsprofil | Kosten FREE | Kosten PRIME+ inkl. Abo | Vorteil |
|---|---|---|---|
| Sparplan 100 € monatlich | ≈ 13,20 € | ≈ 68,16 € | −54,96 € |
| Sparplan 500 € monatlich | ≈ 71,40 € | ≈ 101,28 € | −29,88 € |
| 4 Orders à 1.000 € pro Jahr | ≈ 39,60 € | ≈ 87,48 € | −47,88 € |
| 2 Orders à 1.000 € monatlich | ≈ 237,60 € | ≈ 225,48 € | +12,12 € |
| 4 Orders à 2.000 € monatlich | ≈ 950,40 € | ≈ 722,28 € | +228,12 € |
PRIME+ rechnet sich erst bei aktivem Handel. Für reine Sparplananleger ist es in jeder realistischen Konstellation ein Verlustgeschäft: Das Abo kostet 59,88 Euro im Jahr, während die Ersparnis bei einem 100-Euro-Sparplan nur wenige Euro beträgt. Ab etwa zwei bis drei Orders im vierstelligen Bereich pro Monat kippt die Rechnung.
Was spricht für Scalable Capital jenseits von Krypto?
Sehr viel — und das ist der ehrliche Kontext für die kritische Bewertung des Krypto-Angebots. Scalable Capital ist einer der stärksten Wertpapierbroker Europas:
- Über 8.000 Aktien, 2.700 ETFs, 3.100 Fonds und 625.000 Derivate
- Eigene EZB-Vollbanklizenz seit September 2025
- Eigene Börse EIX gemeinsam mit der Börse Hannover
- Vermögensverwaltung als ursprüngliches Kerngeschäft
- Tagesgeldkonto seit März 2026 als separates Produkt
- Sparpläne ab 1 Euro auf nahezu das gesamte Universum
Die eigene Börse EIX verdient dabei besondere Beachtung. Sie war 2024 eine strategische Antwort auf das absehbare PFOF-Verbot: Scalable tritt dort als Market Maker auf und verdient über den Spread statt über Rückvergütungen. Als das Verbot am 1. Juli 2026 in Kraft trat, waren keine Konditionsanpassungen nötig — ein Vorteil, den nicht jeder Wettbewerber vorweisen kann.
Gibt es Alternativen für automatische Steuerabführung?
Wenn der einzige Grund für Scalable Capital die automatische Steuerabführung ist, lohnt ein Zwischenschritt: Auch Smartbroker+ und Traders Place bieten Krypto-ETPs an — dort können Sie also dieselbe Bequemlichkeit haben und parallel echte Coins im selben Depot halten. Sie behalten damit die Wahl, statt sich strukturell festzulegen.
Alternativ: Der Aufwand für eine eigene Anlage SO ist geringer, als viele annehmen. Bei einem Depot mit wenigen Transaktionen pro Jahr genügt eine einfache Tabelle mit Kauf- und Verkaufsdaten. Wie das konkret aussieht, erklärt unsere Seite zu den Krypto-Steuern.
Echte Coins statt ETP — die Alternativen
Sieben von acht Anbietern handeln echte Kryptowährungen mit Steuerfreiheit nach zwölf Monaten. Vergleichen Sie die Konditionen.
Häufige Fragen
Kann man bei Scalable Capital echte Kryptowährungen kaufen?
Nein. Scalable Capital bietet ausschließlich Krypto-ETPs an — börsengehandelte Wertpapiere, die den Kurs einer Kryptowährung abbilden. Sie werden nicht Eigentümer der Coins und können sie nicht auf eine Wallet übertragen.
Wie werden Krypto-ETPs bei Scalable Capital versteuert?
Es gilt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer — unabhängig von der Haltedauer. Die einjährige Steuerfreiheit nach § 23 EStG greift nicht. Scalable Capital führt die Steuer automatisch ab.
Was kostet eine Krypto-Order bei Scalable Capital?
Im FREE Broker 0,99 Euro Ordergebühr plus rund 0,99 Prozent Spread, bei 1.000 Euro also etwa 9,90 Euro. Mit PRIME+ für 4,99 Euro monatlich entfällt die Ordergebühr ab 250 Euro Volumen, der Spread sinkt auf 0,69 Prozent. Zusätzlich fällt die laufende TER des ETPs an.
Lohnt sich PRIME+ für einen Krypto-Sparplan?
In der Regel nicht. Bei einem 100-Euro-Sparplan sinken die Ausführungskosten über zwölf Monate von rund 13,20 auf etwa 8,28 Euro — das Abo kostet aber 59,88 Euro im Jahr. PRIME+ rechnet sich erst bei mehreren Einzelorders pro Monat.
Wie viele Kryptowährungen bildet Scalable Capital ab?
Über 30 Krypto-ETPs auf Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Solana, XRP, Cardano und Polkadot. Das ist deutlich weniger als bei Anbietern mit echten Coins.
Ist Scalable Capital sicher?
Ja. Scalable Capital ist seit September 2025 eine deutsche Vollbank mit EZB-Lizenz und wird von BaFin und Deutscher Bundesbank beaufsichtigt. Die Wertpapierverwahrung läuft über die Baader Bank, Euro-Guthaben sind bis 100.000 Euro gesichert, ETPs sind als Wertpapiere im Depot geschützt.
Hat das PFOF-Verbot Scalable Capital getroffen?
Kaum. Scalable Capital hat den Umbau bereits 2024 vollzogen und betreibt mit der Börse Hannover die eigene Handelsplattform EIX, auf der das Unternehmen als Market Maker über den Spread verdient. Zum Stichtag am 1. Juli 2026 waren keine Konditionsanpassungen nötig.
Scalable Capital oder justTRADE für Krypto?
Für langfristige Anleger ist justTRADE klar überlegen: echte Coins, Steuerfreiheit nach zwölf Monaten und rund 0,30 statt 0,99 Prozent Kosten. Scalable Capital punktet nur, wenn Ihnen die automatische Steuerabführung und der Verzicht auf eine eigene Krypto-Steuererklärung wichtiger sind als die Steuerersparnis.
Was ist ein Krypto-ETP technisch?
Eine Schuldverschreibung, die von einem Emittenten begeben und an einer Börse gehandelt wird, in aller Regel physisch mit Kryptowährungen besichert. Sie halten einen verbrieften Anspruch, nicht den Coin selbst — mit den entsprechenden Folgen bei Handelszeiten, laufenden Kosten und Besteuerung.
Wie stark wirkt die TER über die Zeit?
Bei einem Bestand von 20.000 Euro kostet eine TER von 0,50 Prozent über zehn Jahre rund 1.000 Euro, bei 1,49 Prozent fast 3.000 Euro — zusätzlich zur Abgeltungsteuer. Bei echten Coins fallen weder TER noch laufende Verwahrentgelte an.
Ab wann lohnt sich PRIME+?
Ab etwa zwei bis drei Orders im vierstelligen Bereich pro Monat. Für reine Sparplananleger ist das Abo in jeder realistischen Konstellation ein Verlustgeschäft, weil 59,88 Euro Jahreskosten einer Ersparnis von wenigen Euro gegenüberstehen.
Kann ich Krypto-ETPs am Wochenende handeln?
Nein. ETPs sind an Börsenzeiten gebunden, während der Kryptomarkt rund um die Uhr läuft. Bei starken Wochenendbewegungen können Sie nicht reagieren, und das Produkt eröffnet montags mit einer Lücke.
Gibt es Alternativen mit automatischer Steuerabführung?
Ja. Auch Smartbroker+ und Traders Place bieten Krypto-ETPs an — dort haben Sie dieselbe Bequemlichkeit und können parallel echte Coins im selben Depot halten. Sie behalten also die Wahl, statt sich strukturell auf eine Produktform festzulegen.