Krypto-Broker-Vergleich · 8 Anbieter · Stand August 2026

Krypto-Depot Vergleich 2026: Die 8 besten Krypto-Broker im Test

Bitcoin, Ethereum und Altcoins im deutschen Depot handeln — BaFin-reguliert, per SEPA-Überweisung und ohne eigene Wallet. Wir vergleichen Gebühren, Spreads, Coin-Auswahl und Verwahrung der acht wichtigsten Anbieter. Stand: August 2026.

Krypto-Depots jetzt vergleichen

Der Vergleich in Zahlen

Verglichene Depots
8
Günstigste 1.000-€-Order
≈ 3,00 €
Teuerste 1.000-€-Order
≈ 27,90 €
Kostenspanne
Faktor 9,3
Depotführung
8 von 8 kostenlos
Größte Coin-Auswahl
650+ (Bitpanda)
Anbieter mit Krypto-Sparplan
5 von 8
BaFin- bzw. MiCA-reguliert
8 von 8

Modellrechnung: einmaliger Bitcoin-Kauf über 1.000 € inklusive Ordergebühr und handelsüblichem Spread. Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse der Anbieter, Stand 15. September 2026.

Bitcoin — 90 Tage 67.520 € +20,1 %

Tageswerte in Euro · Quelle: CoinGecko · Stand: 15.09.2026, 04:16 Uhr

Krypto-Depot Vergleichsrechner 2026

Handelsgebühren, Spreads, Coin-Auswahl, Sparplanfähigkeit und Neukundenaktionen aller großen Anbieter — geben Sie Ihre Ordergröße ein und vergleichen Sie in Sekunden.

Redaktion: KryptodepotsAktualisiert: 15. September 2026Lesezeit: 16 Min.Anzeige / Affiliate-Links

Ein Krypto-Depot ist heute für die meisten deutschen Anlegerinnen und Anleger der einfachste Weg, in Bitcoin, Ethereum und Altcoins zu investieren: Sie handeln digitale Vermögenswerte im selben Konto, in dem auch Aktien und ETFs liegen, die Verwahrung übernimmt ein von der BaFin lizenzierter Dienstleister, und die Einzahlung läuft per gewöhnlicher SEPA-Überweisung. Der Haken: Die Kostenunterschiede zwischen den Anbietern sind gewaltig. Wer 1.000 Euro in Bitcoin anlegt, zahlt je nach Depot zwischen rund 3 und knapp 28 Euro — bei identischer Leistung. Über zehn Jahre und regelmäßige Käufe summiert sich diese Differenz auf einen vierstelligen Betrag.

Dieser Krypto-Broker-Vergleich stellt die acht wichtigsten Depotanbieter für den deutschen Markt gegenüber: flatex, Traders Place, justTRADE, Bitpanda, Smartbroker+, finanzen.net ZERO, Scalable Capital und eToro. Der Vergleichsrechner oben liefert tagesaktuelle Konditionen inklusive laufender Neukundenaktionen; die folgenden Abschnitte erklären, worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt.

Welches Krypto-Depot ist 2026 das beste?

Kurzantwort

Ein pauschal bestes Krypto-Depot gibt es nicht — es gibt drei klare Sieger für drei klare Anlegertypen. Wer möglichst günstig echte Coins kaufen und langfristig halten will, fährt mit justTRADE am besten: rund 3 Euro Gesamtkosten pro 1.000-Euro-Order, über 65 Kryptowährungen, Sparplan ab 25 Euro und Staking. Wer größere Einzelbeträge ab 500 Euro investiert, zahlt bei Traders Place und finanzen.net ZERO überhaupt keine Ordergebühr mehr, sondern ausschließlich den Spread. Und wer die größtmögliche Coin-Auswahl inklusive kleiner Altcoins sucht und dafür höhere Kosten akzeptiert, findet sie bei Bitpanda mit über 650 handelbaren Kryptowerten.

Diese Dreiteilung ist kein Kompromiss, sondern das Ergebnis unterschiedlicher Geschäftsmodelle. Neobroker wie justTRADE oder finanzen.net ZERO verdienen an sehr schmalen Margen und einem hohen Handelsvolumen; sie listen deshalb nur die liquidesten Coins, bei denen sich enge Spreads darstellen lassen. Spezialisierte Krypto-Plattformen wie Bitpanda müssen dagegen Hunderte von Nischen-Assets vorhalten, deren Handel deutlich aufwendiger ist — das schlägt sich in Aufschlägen von 0,99 bis 2,49 Prozent nieder. Und klassische Wertpapierbroker wie flatex oder Scalable Capital behandeln Krypto als Beimischung zu einem Aktien- und ETF-Depot, was Vorteile bei der Steuerabwicklung, aber Nachteile bei der Auswahl bringt.

Preis-Leistungs-Sieger

justTRADE

Krypto-Pionier unter den Neobrokern: 0,125 % Provision plus engem Spread, Sparplan und Staking.

Kosten je 1.000 € Order: ≈ 3,00 €
Handelbare Coins: 65+
Verwahrung: Tangany (BaFin)
Sparplan: ab 25 €

Konditionen prüfen
Beste Wahl ab 500 €

Traders Place

Ab 500 € Ordervolumen keine Ordergebühr — bezahlt wird ausschließlich über den Spread.

Kosten je 1.000 € Order: ≈ 10,00 €
Handelbare Coins: 59
Verwahrung: Tangany (BaFin)
Sparplan: nur ETP

Konditionen prüfen
Größte Auswahl

Bitpanda

Größte Coin-Auswahl im Vergleich, MiCAR-lizenziert — dafür die höchsten Gesamtkosten.

Kosten je 1.000 € Order: ≈ 27,90 €
Handelbare Coins: 650+
Verwahrung: eigene BaFin-Lizenz
Sparplan: ab 1 €

Konditionen prüfen

Krypto-Depot-Vergleich: alle Anbieter auf einen Blick

Die folgende Tabelle enthält die harten Konditionen aller acht Anbieter. Entscheidend ist die Spalte Produktart: Sieben der acht Depots handeln echte Kryptowährungen, die separat bei einem lizenzierten Verwahrer liegen. Scalable Capital bildet Krypto ausschließlich über börsengehandelte Produkte (ETPs) ab — mit erheblichen steuerlichen Folgen, die wir weiter unten im Detail aufschlüsseln.

Krypto-Depots im Konditionenvergleich · Stand September 2026
AnbieterKosten je 1.000 € OrderCoinsProduktartVerwahrungKrypto-Sparplan
justTRADE≈ 3,00 €65+echte CoinsTangany (BaFin)ab 25 €
flatex≈ 6,00 €25echte CoinsTangany (BaFin)nein
Smartbroker+≈ 9,00 €41echte CoinsTangany (BaFin)ab 0,01 €
Scalable Capital≈ 9,90 €30+ ETPnur ETPBaader Bank (ETP)ab 1 €
Traders Place≈ 10,00 €59echte CoinsTangany (BaFin)nur ETP
finanzen.net ZERO≈ 10,00 €59echte CoinsTangany (BaFin)nein
eToro≈ 10,00 €150+echte CoinsTangany / eToro (MiCA)ab 25 $
Bitpanda≈ 27,90 €650+echte Coinseigene BaFin-Lizenzab 1 €

Beachten Sie bei der Interpretation zwei Punkte. Erstens sind die angegebenen Kosten Gesamtkosten, also Ordergebühr plus Spread. Viele Anbieter werben mit „0 Euro Ordergebühr“ und verdienen ihr Geld ausschließlich über die Handelsspanne — was nicht schlechter sein muss, aber verglichen werden will. Zweitens gelten die Werte für einen Bitcoin-Kauf. Bei Altcoins mit geringerer Liquidität liegen die Spreads bei praktisch allen Anbietern deutlich höher, bei Bitpanda etwa bis 2,49 Prozent für Coins unter 100 Millionen Euro Marktkapitalisierung.

Was kostet eine Krypto-Order über 1.000 Euro?

Gesamtkosten aus Ordergebühr und Spread, Modellrechnung Bitcoin-Kauf · Stand September 2026
justTRADE≈ 3,00 €
flatex≈ 6,00 €
Smartbroker+≈ 9,00 €
Scalable Capital≈ 9,90 €
Traders Place≈ 10,00 €
finanzen.net ZERO≈ 10,00 €
eToro≈ 10,00 €
Bitpanda≈ 27,90 €

Ihre Konditionen hängen von Ordergröße und Coin ab

Der Vergleichsrechner rechnet Ihre individuelle Ordergröße durch und zeigt, welcher Anbieter für genau Ihren Anlagebetrag am günstigsten ist — inklusive aktueller Prämien und Aktionen.

Zum Vergleichsrechner

Was kostet ein Krypto-Depot wirklich?

Kurzantwort

Die Depotführung ist bei allen acht verglichenen Anbietern dauerhaft kostenlos. Kosten entstehen ausschließlich beim Handel — und dort in bis zu vier Bausteinen: Ordergebühr, Spread, Mindermengenzuschlag und, bei ETP-Lösungen, laufende Produktkosten (TER). Realistisch liegen die Gesamtkosten pro Kauf zwischen 0,3 Prozent (justTRADE) und 2,8 Prozent (Bitpanda Standard) des Anlagebetrags.

Die vier Kostenbausteine im Detail

1. Ordergebühr. Ein fester oder prozentualer Betrag pro Transaktion. flatex verlangt 0,50 bis 0,70 Prozent All-in, justTRADE 0,125 Prozent Provision, Smartbroker+ 0,90 Prozent, eToro pauschal 1,00 Prozent. Bei Traders Place und finanzen.net ZERO entfällt sie ab 500 Euro Ordervolumen vollständig.

2. Spread. Die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Dieser Posten ist der am häufigsten übersehene — und bei „gebührenfreien“ Anbietern der eigentliche Preis. Er liegt zwischen etwa 0,175 Prozent (justTRADE) und rund 1,8 Prozent (Bitpanda Standard bei Sofortkauf).

3. Mindermengenzuschlag. Bei kleinen Orders greifen Zuschläge: Traders Place und Smartbroker+ berechnen unter 500 Euro Ordervolumen jeweils 1 Euro extra. Auf eine 50-Euro-Sparrate gerechnet sind das 2 Prozent allein an Fixkosten. Für Kleinsparer ist dieser Punkt oft wichtiger als der Spread.

4. Produktkosten bei ETPs. Wer Krypto über ein Exchange Traded Product kauft — etwa bei Scalable Capital — zahlt zusätzlich eine jährliche Gesamtkostenquote, typischerweise 0,25 bis 1,49 Prozent pro Jahr. Diese läuft unabhängig davon weiter, ob Sie handeln oder nicht.

Beispielrechnung: monatlicher Sparplan über 100 € auf Bitcoin, 12 Monate
AnbieterKosten je AusführungKosten pro JahrAnteil an 1.200 €
justTRADE≈ 0,30 €≈ 3,60 €0,30 %
Smartbroker+≈ 1,90 €≈ 22,80 €1,90 %
Bitpanda≈ 1,49 €≈ 17,88 €1,49 %
eToro≈ 1,00 €≈ 12,00 €1,00 %
Scalable Capital (ETP)≈ 0,99 € + TER≈ 13,20 €≈ 1,10 %

Die Zahlen zeigen: Bei kleinen, regelmäßigen Beträgen entscheidet nicht der Spread über die Rendite, sondern das Zusammenspiel aus Mindestsparrate, Mindermengenzuschlag und prozentualer Gebühr. Ein Unterschied von 1,6 Prozentpunkten klingt harmlos, kostet über 20 Jahre bei 100 Euro Monatsrate und 6 Prozent angenommener Rendite aber rund 8.900 Euro Endvermögen.

Krypto-Depot oder Kryptobörse — was ist der Unterschied?

Kurzantwort

Ein Krypto-Depot ist ein Brokerkonto, eine Kryptobörse ein Handelsplatz. Beim Depot handeln Sie gegen den Anbieter selbst oder einen angebundenen Market Maker zu einem festen Kurs. An einer Börse handeln Sie über ein offenes Orderbuch direkt gegen andere Nutzer. Depots sind einfacher, steuerlich sauberer dokumentiert und in Deutschland reguliert; Börsen bieten meist engere Spreads, mehr Coins und die Möglichkeit, Guthaben auf eine eigene Wallet zu übertragen.

Für die überwiegende Mehrheit der Privatanleger in Deutschland ist das Depot die praktischere Lösung. Sie brauchen keine zweite Plattform, keine separate Steuerdokumentation und keine eigene Wallet-Verwaltung. Der Preis dafür: Bei den meisten Depotanbietern — flatex, Traders Place, justTRADE, Smartbroker+, finanzen.net ZERO — können Sie Ihre Coins nicht auf eine externe Hardware-Wallet auszahlen. Sie bleiben beim Verwahrer liegen, bis Sie verkaufen. Wer Wert auf Selbstverwahrung legt, findet diese Option bei Bitpanda und eToro sowie bei klassischen Börsen wie Kraken oder Bitvavo.

Vorteile des Krypto-Depots

  • Ein Konto für Aktien, ETFs und Krypto
  • SEPA-Einzahlung ohne Umweg über Stablecoins
  • Deutschsprachiger Support und deutsche Steuerdokumente
  • BaFin-lizenzierte Verwahrung, getrennt vom Firmenvermögen
  • Keine Wallet-Verwaltung, keine Seed-Phrase, kein Verlustrisiko durch Nutzerfehler

Grenzen des Krypto-Depots

  • Meist keine Auszahlung auf eigene Wallet möglich
  • Deutlich kleinere Coin-Auswahl als an internationalen Börsen
  • Kein Zugang zu DeFi, NFTs oder Layer-2-Ökosystemen
  • Handel nur über den Anbieter, kein offenes Orderbuch
  • Kryptowerte fallen nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung

Eine ausführliche Gegenüberstellung inklusive Börsen wie Kraken, Bitvavo und Coinbase finden Sie in unserem Kryptobörsen-Vergleich.

Echte Coins oder Krypto-ETP — was ist steuerlich besser?

Kurzantwort

Für langfristige Anleger sind echte Coins in Deutschland steuerlich klar im Vorteil. Wer eine Kryptowährung länger als zwölf Monate hält, verkauft sie nach § 23 EStG komplett steuerfrei — unabhängig von der Gewinnhöhe. Krypto-ETPs gelten dagegen in aller Regel als Kapitalanlage: Auf Gewinne fällt Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, und zwar auch nach 20 Jahren Haltedauer.

Rechenbeispiel: Sie investieren 10.000 Euro, der Wert verdreifacht sich über vier Jahre auf 30.000 Euro. Bei echten Coins nach Ablauf der Haltefrist: 0 Euro Steuer auf die 20.000 Euro Gewinn. Beim ETP: rund 5.275 Euro Abgeltungsteuer inklusive Soli. Der Unterschied entspricht mehr als der Hälfte Ihres ursprünglichen Einsatzes.

Umgekehrt hat das ETP einen Praxisvorteil: Der Broker führt die Steuer automatisch ab, es entsteht keine Erklärungspflicht, und Verluste werden im Verlusttopf verrechnet. Bei echten Coins müssen Sie jede Transaktion selbst dokumentieren und in der Anlage SO der Steuererklärung angeben. Welcher Weg für Sie passt, hängt vom Anlagehorizont ab — die Details erklären wir unter Krypto-ETP oder echte Coins.

Was hat sich am Krypto-Markt bis August 2026 geändert?

Das Jahr 2026 hat für Krypto-Anleger drei tiefgreifende Veränderungen gebracht — zwei regulatorische und eine am Markt. Wer jetzt ein Depot eröffnet, sollte alle drei kennen.

1. Die MiCA-Übergangsfrist ist abgelaufen

Seit dem 1. Juli 2026 darf in der Europäischen Union kein Krypto-Dienstleister mehr ohne CASP-Lizenz nach der MiCA-Verordnung arbeiten. Die ESMA hat im April 2026 ausdrücklich klargestellt, dass es keine weitere Verlängerung gibt. Von über 1.200 Anbietern haben nur rund 210 eine vollständige Lizenz erhalten. Deutschland hatte die nationale Frist über das Kryptomärkteaufsichtsgesetz bereits auf den 31. Dezember 2025 vorgezogen und führt die EU-Statistik mit 56 erteilten Lizenzen an.

Prominentester Verlierer: Binance zog seinen über Griechenland gestellten Antrag am 24. Juni 2026 zurück — eine Woche vor Fristende — und stellte das Vollangebot für EU-Kunden ein. Neue Konten sind nicht mehr möglich, Bestandskunden können Positionen schließen und Guthaben abziehen. Für Anleger, die auf einen deutschen Depotanbieter setzen, ist das ein Nicht-Ereignis: Alle acht hier verglichenen Anbieter sind lizenziert. Details in unserem Beitrag zur MiCA-Regulierung.

2. Das PFOF-Verbot verändert die Neobroker-Kalkulation

Ebenfalls seit dem 1. Juli 2026 ist Payment for Order Flow EU-weit verboten (Artikel 39a der Verordnung (EU) 2024/791). Broker dürfen keine Rückvergütungen mehr von Market Makern dafür annehmen, dass sie Kundenorders an einen bestimmten Handelsplatz leiten. Genau dieses Modell hat den Aufstieg der kostenlosen Neobroker finanziert.

Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus: Scalable Capital hat den Umbau bereits 2024 mit der eigenen Börse EIX vollzogen, Trade Republic betreibt seit Januar 2026 ein eigenes multilaterales Handelssystem, Smartbroker+ hat angekündigt, dass sich für Kunden nichts ändert. Bei einigen anderen Anbietern steht eine belastbare Aussage noch aus. Für Sie heißt das: Achten Sie in den kommenden Monaten weniger auf die ausgewiesene Ordergebühr als auf den tatsächlichen Spread — Kosten verschwinden nicht, sie verlagern sich.

3. Der Markt steht unter Druck — und das verändert die Kostenfrage

Bitcoin notiert Ende Juli 2026 bei rund 63.900 US-Dollar und damit knapp 50 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.198 Dollar aus dem Oktober 2025. Der Juni 2026 war mit minus 20 Prozent der schwächste Monat seit Juni 2022, die US-Spot-ETFs verzeichneten mit 4,51 Milliarden Dollar den größten Abflussmonat seit ihrer Einführung. Der Fear-and-Greed-Index steht bei 28 und signalisiert Angst.

Gleichzeitig kauften Großadressen in zwei Wochen rund 270.000 BTC im Gegenwert von 16,7 Milliarden Dollar nahe der 59.000-Dollar-Marke, und die Fed beließ am 29. Juli 2026 den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent — allerdings mit einem ungewöhnlich knappen Votum von 9 zu 3 Stimmen und drei Befürwortern einer sofortigen Erhöhung. Citi hat sein Zwölfmonatsziel auf 82.000 Dollar gesenkt, Standard Chartered hält an 100.000 Dollar bis Dezember 2026 fest.

Einordnung

Warum das für die Depotwahl zählt: In einem Seitwärts- oder Abwärtsmarkt wiegen Handelskosten schwerer, weil sie nicht durch schnelle Kursgewinne kaschiert werden. Zwei Prozent Gebührendifferenz sind in einer Rallye Nebengeräusch — in einer Korrektur sind sie der Unterschied zwischen Verlust und Nullsumme. Genau deshalb lohnt sich der Vergleich gerade jetzt.

Wie sicher sind Krypto-Depots in Deutschland?

Kurzantwort

Deutlich sicherer als internationale Krypto-Börsen — aber nicht durch die Einlagensicherung geschützt. Sieben der acht Anbieter lassen ihre Kryptobestände von einem BaFin-lizenzierten Verwahrer halten, überwiegend von der Münchener Tangany GmbH. Die Coins liegen dort getrennt vom Firmenvermögen des Verwahrers und fallen im Insolvenzfall nicht in die Insolvenzmasse. Ihr Euro-Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist zusätzlich über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt — Kryptowerte selbst sind es nicht.

Die Konstruktion ist der zentrale Sicherheitsvorteil des deutschen Depotmodells. Bei einer Offshore-Börse sind Ihre Coins in der Regel eine Forderung gegen das Unternehmen; geht es insolvent, stehen Sie in der Reihe der ungesicherten Gläubiger. Bei einem lizenzierten Kryptoverwahrer nach deutschem Recht ist die Rechtslage klar getrennt. Hinzu kommen Cold-Storage-Verfahren, Multi-Signature-Wallets, Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige Prüfungen durch die Aufsicht.

Was Sie selbst tun sollten: 2FA aktivieren, nach Möglichkeit per Authenticator-App statt SMS. Ein eigenes, nur für das Depot verwendetes Passwort. Und Skepsis gegenüber jeder unaufgeforderten Kontaktaufnahme — die häufigste Verlustursache im deutschen Kryptomarkt ist nicht der Hack, sondern Social Engineering. Mehr dazu unter Krypto-Sicherheit und Verwahrung.

Wie werden Krypto-Gewinne 2026 besteuert?

Kurzantwort

Nach zwölf Monaten Haltedauer sind Gewinne aus echten Kryptowährungen in Deutschland vollständig steuerfrei. Innerhalb der Jahresfrist greift Ihr persönlicher Einkommensteuersatz von 0 bis 45 Prozent, sobald alle privaten Veräußerungsgewinne des Kalenderjahres die Freigrenze von 1.000 Euro erreichen. Für Staking- und Mining-Erträge gilt eine separate Freigrenze von 256 Euro.

Wichtig ist das Wort Freigrenze: Anders als bei einem Freibetrag ist bei Überschreitung der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil. Bei 999 Euro Gewinn zahlen Sie nichts, bei 1.000 Euro auf den vollen Betrag. Als Zuordnungsmethode ist in Deutschland FIFO anerkannt — die zuerst gekauften Coins gelten als zuerst verkauft.

Neu ab dem Veranlagungsjahr 2026 ist die DAC8-Meldepflicht: Krypto-Dienstleister melden Bestände und Transaktionen automatisch an die Finanzverwaltungen der EU-Mitgliedstaaten. Die Zeiten, in denen Krypto-Erträge faktisch unsichtbar blieben, sind vorbei. Alles zur Systematik, inklusive Beispielen für Tausch, Staking und Verlustverrechnung, finden Sie unter Krypto-Steuern in Deutschland.

Wie eröffne ich ein Krypto-Depot? Schritt für Schritt

  1. Anbieter im Vergleichsrechner auswählen. Geben Sie Ihre typische Ordergröße an — für Sparpläne unter 500 Euro gelten andere Sieger als für Einmalanlagen ab 1.000 Euro.
  2. Antrag online ausfüllen. Benötigt werden Name, Anschrift, Geburtsdaten, Staatsangehörigkeit sowie Angaben zu Beruf, Einkommen und Anlageerfahrung. Halten Sie Ihre Steuer-Identifikationsnummer bereit — ohne sie bricht der Prozess ab. Sie steht auf dem letzten Einkommensteuerbescheid.
  3. Identität verifizieren. Per VideoIdent oder eID mit Personalausweis, in der Regel in fünf bis zehn Minuten erledigt. PostIdent dauert ein bis drei Werktage länger.
  4. Krypto-Zusatzvereinbarung bestätigen. Die meisten Anbieter schalten den Kryptohandel erst nach einer separaten Zustimmung und einem kurzen Risikohinweis frei.
  5. Verrechnungskonto per SEPA aufladen. Die Gutschrift erfolgt meist am nächsten Bankarbeitstag, per Echtzeitüberweisung binnen Sekunden.
  6. Erste Order platzieren. Starten Sie mit einem kleinen Betrag, um die Ordermaske, den ausgewiesenen Spread und die Ausführungsgeschwindigkeit im Realbetrieb zu prüfen.

Die vollständige Anleitung mit allen Stolperfallen — von der fehlenden Steuer-ID bis zum Gemeinschaftsdepot — steht unter Krypto-Depot eröffnen.

Für wen eignet sich welcher Anbieter?

Empfehlung nach Anlegertyp · Stand September 2026
Ihre SituationPassender AnbieterWarum
Langfristig echte Coins kaufen, Beträge 100–1.000 €justTRADENiedrigste Gesamtkosten, kein Mindestordervolumen, Sparplan und Staking
Einmalanlagen ab 500 €Traders Place oder finanzen.net ZEROOrdergebühr entfällt vollständig, nur Spread
Möglichst viele Altcoins, auch kleine ProjekteBitpanda650+ Coins, MiCAR-Lizenz, Wallet-Auszahlung möglich
Krypto als kleine Beimischung zum ETF-DepotSmartbroker+Sparplan ab 0,01 €, alles in einem Multi-Asset-Depot
Krypto ohne eigene SteuererklärungScalable CapitalETP-Lösung mit automatischem Steuerabzug durch den Broker
Bestehendes flatex-Depot vorhandenflatex25 Coins zu 0,50–0,70 % All-in, kein zweites Konto nötig
Wallet-Auszahlung, Staking und Social TradingeToro1 % pauschal, 150+ Coins, CopyTrading und eigene Wallet

Worauf sollten Sie beim Krypto-Depot-Vergleich achten?

Gesamtkosten statt beworbener Ordergebühr

„0 Euro“ heißt praktisch nie kostenlos. Rechnen Sie immer Ordergebühr plus Spread plus etwaigen Mindermengenzuschlag auf Ihre reale Ordergröße hoch. Der Vergleichsrechner nimmt Ihnen diese Rechnung ab.

Echte Coins oder Derivat

Nur echte Kryptowährungen profitieren von der einjährigen Haltefrist. Wer langfristig plant, sollte diesen Punkt vor allen anderen prüfen.

Coin-Auswahl und Liquidität

25 Coins reichen für Bitcoin, Ethereum, Solana und die üblichen Verdächtigen. Wer gezielt in kleinere Projekte investieren möchte, braucht eine Plattform mit dreistelliger Auswahl.

Sparplanfähigkeit und Mindestrate

Fünf der acht Anbieter bieten Krypto-Sparpläne. Achten Sie auf die Mindestrate (0,01 € bei Smartbroker+, 1 € bei Bitpanda und Scalable, 25 € bei justTRADE) und auf Zuschläge unterhalb bestimmter Ordergrößen.

Wallet-Auszahlung

Wenn Sie Coins auf eine Hardware-Wallet übertragen wollen, scheiden flatex, Traders Place, justTRADE, Smartbroker+, finanzen.net ZERO und Scalable Capital aus. Übrig bleiben Bitpanda und eToro.

Verwahrer und Regulierung

Prüfen Sie, wer die Coins tatsächlich hält. Ein BaFin-lizenzierter Kryptoverwahrer mit getrennter Vermögensführung ist der stärkste Schutz, den der deutsche Markt derzeit bietet.

Steuerreporting

Ein sauberer Jahresreport mit allen Anschaffungszeitpunkten spart bei der Steuererklärung Stunden. Fragen Sie im Zweifel den Support, ob ein CSV-Export mit FIFO-tauglichen Zeitstempeln bereitsteht.

Wie wir vergleichen: unsere Methodik

Alle Konditionen in diesem Vergleich stammen aus den offiziellen Preis- und Leistungsverzeichnissen der Anbieter, ergänzt um eigene Testkäufe. Die ausgewiesenen Gesamtkosten beziehen sich einheitlich auf einen Bitcoin-Kauf über 1.000 Euro über den jeweiligen Standardweg — also nicht über Profi-Oberflächen wie Bitpanda Fusion, die günstigere Konditionen bieten, aber von Einsteigern selten genutzt werden.

Wir bewerten in vier Dimensionen: Kosten (40 Prozent), Angebot (25 Prozent, Coin-Zahl, Sparplan, Staking, Wallet-Transfer), Sicherheit und Regulierung (20 Prozent) sowie Bedienung und Service (15 Prozent). Spreads schwanken marktabhängig; wir verwenden Durchschnittswerte aus mehreren Messungen zu liquiden Handelszeiten.

Transparenzhinweis: kryptodepots.com finanziert sich über Provisionen. Wenn Sie über den Vergleichsrechner ein Depot eröffnen, erhalten wir eine Vergütung vom Anbieter. Auf die Reihenfolge und Bewertung in unseren redaktionellen Texten hat das keinen Einfluss — die Kostenrangfolge ergibt sich rechnerisch aus den veröffentlichten Konditionen und ist nachprüfbar.

Bereit für den nächsten Schritt?

Vergleichen Sie jetzt alle Krypto-Depots mit Ihren eigenen Zahlen und eröffnen Sie direkt beim Anbieter Ihrer Wahl — Depoteröffnung dauert rund zehn Minuten.

Zum Vergleichsrechner

Häufige Fragen

Was ist ein Krypto-Depot?

Ein Krypto-Depot ist ein Konto bei einem Broker oder einer Bank, über das Sie Kryptowährungen kaufen, halten und verkaufen können — meist im selben Zugang wie Aktien und ETFs. Die Coins werden von einem lizenzierten Kryptoverwahrer treuhänderisch gehalten. Anders als bei einer eigenen Wallet verwalten Sie keine privaten Schlüssel selbst.

Welches Krypto-Depot ist das günstigste?

Nach unserer Modellrechnung ist justTRADE mit rund 3 Euro Gesamtkosten pro 1.000-Euro-Order der günstigste Anbieter. Ab 500 Euro Ordervolumen entfällt bei Traders Place und finanzen.net ZERO die Ordergebühr vollständig, sodass nur der Spread anfällt. Am teuersten ist Bitpanda mit rund 2,8 Prozent Gesamtkosten im Standardmodus.

Ist ein Krypto-Depot kostenlos?

Die Depotführung ist bei allen acht verglichenen Anbietern dauerhaft kostenlos. Es fallen weder Grund- noch Inaktivitätsgebühren an. Kosten entstehen ausschließlich beim Handel über Ordergebühr und Spread.

Kann ich im Krypto-Depot echte Bitcoin kaufen?

Ja, bei sieben der acht Anbieter erwerben Sie echte Kryptowährungen, die bei einem lizenzierten Verwahrer für Sie gehalten werden. Nur Scalable Capital bildet Krypto ausschließlich über ETPs ab, also über Wertpapiere, die den Kurs nachbilden.

Kann ich Coins aus dem Depot auf eine Hardware-Wallet übertragen?

Bei den meisten deutschen Depotanbietern nicht. flatex, Traders Place, justTRADE, Smartbroker+ und finanzen.net ZERO bieten keine externe Auszahlung an. Möglich ist der Transfer bei Bitpanda und eToro. Wenn Selbstverwahrung für Sie wichtig ist, sollte dieser Punkt am Anfang Ihrer Auswahl stehen.

Wann sind Krypto-Gewinne steuerfrei?

Nach § 23 EStG sind Gewinne aus dem Verkauf echter Kryptowährungen steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als zwölf Monate liegen. Innerhalb der Frist gilt Ihr persönlicher Einkommensteuersatz, sofern die Freigrenze von 1.000 Euro pro Kalenderjahr erreicht wird. Bei ETPs greift stattdessen die Abgeltungsteuer von 25 Prozent, unabhängig von der Haltedauer.

Was hat sich durch MiCA seit dem 1. Juli 2026 geändert?

Seit diesem Stichtag benötigt jeder Krypto-Dienstleister in der EU eine CASP-Lizenz. Anbieter ohne Lizenz dürfen keine Dienstleistungen mehr an EU-Kunden richten. Binance hat seinen Antrag zurückgezogen und das Vollangebot für EU-Kunden eingestellt. Alle in diesem Vergleich enthaltenen Anbieter sind lizenziert.

Was bedeutet das PFOF-Verbot für meine Kosten?

Seit dem 1. Juli 2026 dürfen Broker keine Rückvergütungen von Market Makern mehr annehmen. Kurzfristig hat kein großer Anbieter die Gebühren erhöht. Mittelfristig ist es wahrscheinlich, dass sich Kosten von der ausgewiesenen Ordergebühr in den Spread verlagern. Vergleichen Sie deshalb immer die Gesamtkosten.

Wie lange dauert die Eröffnung eines Krypto-Depots?

Mit VideoIdent oder eID ist der gesamte Vorgang meist in zehn bis fünfzehn Minuten abgeschlossen. Der Kryptohandel wird häufig erst nach einer zusätzlichen Freischaltung aktiv, was einen weiteren Werktag dauern kann. Ohne Steuer-Identifikationsnummer lässt sich der Antrag nicht abschließen.

Brauche ich mehr als ein Krypto-Depot?

Für die meisten Anleger reicht ein Depot. Sinnvoll sind zwei Konten, wenn Sie langfristige Bestände und aktives Trading trennen möchten — das erleichtert die FIFO-Zuordnung bei der Steuer erheblich. Auch wer sehr breit in Altcoins investiert, kombiniert häufig einen günstigen Neobroker für die großen Coins mit einer Plattform mit größerer Auswahl.

Sind meine Kryptowerte durch die Einlagensicherung geschützt?

Nein. Die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro gilt nur für Euro-Guthaben auf dem Verrechnungskonto. Kryptowerte sind rechtlich keine Einlagen. Der Schutz entsteht stattdessen durch die getrennte Verwahrung bei einem BaFin-lizenzierten Kryptoverwahrer: Diese Bestände fallen im Insolvenzfall nicht in die Insolvenzmasse.

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Sie kennen jetzt die Unterschiede. Wählen Sie im Rechner den Anbieter, der zu Ihrer Ordergröße und Ihrer Anlagestrategie passt.